Wie du es schaffst endlich eine gute Entscheidung zu treffen

Der Trick ist simple aber auch genauso mächtig: Entscheidungen trifft man einfach so. Und schon alleine die Tatsache eine Entscheidung getroffen zu haben, macht sie zu einer guten Entscheidung. Ob diese sich im Nachgang  nun als richtig oder falsch entpuppt, das muss sich zeigen.

Wer kennt nicht das Dilemma sich nicht entscheiden zu können? Zu viel Auswahl, zu viele Konsequenzen und zu viel Angst. All das sind scheinbare Probleme die uns letztendlich an einer Entscheidung hindern. Diese Entscheidung kann sowohl eine bedeutungsvolle oder eine bedeutungslose Entscheidung sein. Oft verkalkulieren wir uns aber selbst hier mit der eigenen Einschätzung.

ich-kann-mich-nicht-richtig-entscheiden

Zuviel Auswahl und Option lähmen unsere Entscheidungen

Vielleicht kennen einige von euch unseren Reiseblog (wenn nicht: www.koffergepackt.com) und unsere Leidenschaft Neues zu entdecken. Oft sitzen wir stundenlang vor dem Rechner, kalkulieren Preise, vergleichen Seiten und Angebote um am Ende wieder die komplette Reiseplanung über den Haufen zu schmeißen und sogar am Ausgangsziel zu zweifeln. Wollen wir dieses Jahr nach Neuseeland oder erst nächstes Jahr? Wie wird das Wetter zu dieser Jahreszeit dort sein? Ist ein Gabelflug eine Option? Oder sollen wir nicht doch endlich unseren Las Vegas Trip machen? Ach ja, Thailand steht doch auch noch auf der To-Do-Liste.

Noch niemals in der Geschichte der Menschheit mussten wir so viele Entscheidungen treffen wie heute. Die scheinbar unbegrenzte Anzahl an Möglichkeiten macht uns kirre und der Reiz „immer mehr zu wollen“ setzt uns in Zeitnot und erhöht den Entscheidungsdruck. Wie sind eine Generation die sich nicht entscheiden kann und sich auch nicht unbedingt festlegen will. Trotz oder gerade wegen der ganzen Optionen. Leider setzt sich das in viele Lebensbereiche fort.

Wer auf Partnersuche geht, neben dem realen Leben, der kann mittlerweile auf viele Datingportale im Internet und sogar Apps zurückgreifen. Das Gefühl dass der potenzielle Lebenspartner nur einen „Wisch“ oder einen „Klick“ entfernt ist, schafft aber eher ein Gefühl des sich nicht festlegen Wollens oder Könnens. Es gibt bereits auch hierzu eine App: „App Once“ heisst die Applikation die nur noch einen potenziellen Partner pro Tag vorschlägt. Ja sind wir jetzt irre?

Ich kann mich nicht entscheiden, was soll ich tun? Doch du kannst!

Es gibt aber auch Entscheidungen die wir einfach so treffen! Jeden Tag! Und auch immer wieder aufs Neue. Rund 20000 Entscheidungen trifft ein Mensch am Tag. Meist ganz natürlich und unbewusst. Egal ob es sich um das Frühstücksei handelt, das man hart gekocht oder als Spiegelei mag oder welches Fernsehprogramm man am Abend wählt. Entscheidungen gibt es und manche sind ganz leicht zu treffen. Es geht daher viel mehr ums Wollen und ums Können.

hilfe-fur-den-entscheidungsprozess

Wieso können wir uns nur schwer entscheiden?

Die Gründe dafür, wieso wir uns nicht entscheiden, liegen oft in unserer Persönlichkeit. Es gibt mutige Menschen die jeden Schritt relativ unbedacht wagen und es gibt Menschen die von ihrer Angst beinahe gelähmt sind. Angst sollte bei Entscheidungen keine Option sein – aber das ist oft leichter daher geschrieben als getan. Wichtig ist sich immer wieder vor Augen zu führen, dass es eben keine richtigen oder falschen Entscheidungen gibt. Auf die eigene Intuition zu hören, auf sein Bauchgefühl, so etwas lässt sich trainieren. Sowohl die eigenen Gefühle zu ergründen, wie auch eine rein sachliche Auseinandersetzung mit der anstehenden Entscheidung kann und wird zum Ziel führen.

Die Intuition bietet die meisten Vorteile im Entscheidungsprozess

Die Intuition bietet das wichtigste Grundelement im Entscheidungsprozess. Diese Entscheidungen die aus dem „hohlen Bauch heraus“ getroffen wurden sind oft schneller, ökonomischer und daher auch besser. Richtig oder falsch sind sie daher nicht. Aber was ist schon richtig oder falsch? Ein Ansatz wäre: Sich nicht zu entscheiden ist falsch! Aber was kann im schlimmsten Falle passieren? Und wieso lähmt uns diese Angst eine Entscheidung zu treffen? Viele Entscheidungen lassen sich auch noch zurecht biegen, sollten sie nicht der Erwartung entsprechen. Und letzten Endes werden wir auch erst durch Fehler lernen.

3 Tipps zur Entscheidungsfindung

  • eine klassische Pro- und Kontra-Liste: Hier könnt ihr Klarheit schaffen und euch gleichzeitig vor Augen führen, was euch wirklich wichtig ist und wie ihr die Sachlage beurteilt.
  • Visualisierung: Sich bereits in Tagträumen damit zu beschäftigen, wie ein Leben mit einer zu treffenden Entscheidung sein wird oder wie sich dein Leben dadurch verändert, hilft ungemein. Wer vielleicht einen Job in einer anderen Stadt annehmen will oder zum studieren ins Ausland möchte, der kann sich auch zuerst mit den Begebenheiten vor Ort beschäftigen bevor er eine Entscheidung trifft. Denn oft hängen Entscheidungen (hier: für eine berufliche Karriere etc.) auch von den Umständen ab, die dort gegeben sind (schöne Stadt, nette Kollegen, neuer Freundeskreis etc.).
  • Prägungen verstehen: Wer bereits als Kind immer zu behütet aufwuchs und nie selbst Entscheidungen treffen durfte, der wird sich als Erwachsener auch schwer tun. Auch ein zu dominanter Partner, der immer wieder das Ruder in die Hand nimmt, erschwert den eigenen Entscheidungsprozess.

Willst du heute eine Entscheidung treffen? Was beschäftigt dich? Ich freue mich wenn du mir deine Gedanken in die Kommentare schreibst…

 

Buchtipp: Fühlen ist klüger als Denken – Kurt Zyprian Hörmann

Advertisements