Geschriebenes lässt sich besser im Gehirn manifestieren

Logisch, ich tippe diesen Beitrag. Wir alle tippen entweder kurze Nachrichten auf unserem Smartphone oder eben auf der Tastatur. So wie ich jetzt. Aber eigentlich sollte ich das nicht tun. Wirklich gut für unser Gehirn ist das Schreiben ganz allgemein, jedoch noch viel besser wäre es mit der Hand zu schreiben. Das Handschreiben ist eine sehr komplexe und kognitive und motorische Fähigkeit, bei der viele Bereiche des Gehirns gleichzeitig aktiviert und vernetzt werden. Bereits beim gedanklichen Formen der Buchstaben und Wörter mit einem Stift wir eine Art motorische Gedächtnisspur gelegt. Also lernt man auch viel besser und effektiver, wenn man sich die Mühe macht, etwas von Hand nieder zu schreiben.

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Handschrift verliert immer mehr an Bedeutung

Bei der Eingabe auf einer Tastatur werden diese „Gedächtnisspuren“ nicht gelegt, weil die Buchstabenform in keinem Zusammenhang mit dem Tippen stehen. Kurz gesagt: Was man von Hand aufschreibt, verankert sich nachhaltiger im Gehirn als die getippte Variante. Vielleicht hast du es schon mal an dir selbst bemerkt, wenn du dir eine handgeschriebene Einkaufsliste erstellst. Beim Abrufen der einzelnen Lebensmittel im Laden, hast du die meisten bereits im Gehirn abgespeichert. Eben weil du bereits beim Schreiben der Liste dir einiges merken konntest.

Leider verschwindet die Handschrift immer mehr aus unserem Alltag. Seien wir mal ehrlich: Wann hast du das letzte Mal etwas handschriftlich verfasst? Sehr schnell geht der Griff zum Smartphone wo man eine ganze Reihe an nützlichen Gadgets und Apps hierzu zur Verfügung hat. Einen Zettel zur Hand zu nehmen und etwas aufzuschreiben, ist doch eher schon Zeitverschwendung?!

Eine Idee um mal wieder selbst zum Stift greifen: Verfasse einen Liebesbrief! Wer möchte denn nicht gern einen Liebesbrief bekommen? Und natürlich nur von Hand geschrieben…

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